Archiv für Themenbereich «Politik, Recht & Wirtschaft»


8. Oktober 2012

Hong Kong’s Pellet Desaster

Tra­cey Read, eine ehe­ma­li­ges Sea Dragon-Crewmitglied, hat zur­zeit alle Hände voll zu tun. Kurz nach ihrer Rück­kehr nach Hong Kong gab es einen enorm star­ken Typhoon, der viel Scha­den ange­rich­tet hat. Natür­lich sah man das Unwet­ter auch den Strän­den an. Die sowieso schon extrem stark ver­schmutz­ten Strände Hong Kong wur­den zusätz­lich belastet.

Doch es blieb nicht beim übli­chen Abfall: dazu kam noch Schnee! Zumin­dest waren alle Strände weiss bedeckt. In der Typhoon­nacht ver­lor ein Frach­ter 6 Con­tai­ner, wel­che mit jeweils 1000 Säcken vol­ler Plas­tik­pel­lets gefüllt waren. Das heisst, rund um Hong Kong wur­den an den Strän­den und im Was­ser 6000 Säcke vol­ler Pel­lets ver­schüt­tet. Jeder ein­zelne Sack wiegt etwa 25kg und beinhal­tet über eine Mil­lion Pel­lets. Zur Erin­ne­rung: Ein Pel­let, oder auch Nurdle genannt, ist ein Plas­tik­kü­gel­chen, aus wel­chem in Fabri­ken aller­lei Plas­tik­pro­dukte gemacht werden.

Pel­lets ver­hal­ten sich im Was­ser wie ein Schwamm für jeg­li­che Che­mi­ka­lien, ins­be­son­dere POPs. Ihr Aus­se­hen ähnelt dem von Fisch­ei­ern sehr stark. So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass man sie des öfte­ren in Fisch­mä­gen findet.

Das Unglück in Hong Kong hat zwar nicht so viel Medi­en­prä­senz erhal­ten wie eine Ölka­ta­stro­phe. Am Aus­mass und dem nega­ti­ven Ein­fluss auf das Öko­sys­tem kann es aber nicht lie­gen, sogar Cap­tain Charles Moore von Alga­lita zeigte sich über­rascht über die Menge an Pellets.

Jedoch hat der Pel­lets­pill lokal eini­ges bewirkt. Tra­cey hat mir von einem enor­men Shift in der Ein­stel­lung der Bevöl­ke­rung gegen­über ihren Strän­den und all­ge­mein der Natur berich­tet. Über 7000 Frei­wil­lige mel­de­ten sich zum «nurdling», dem Beach­Clea­nUp spe­zia­li­siert auf Pel­lets. Viel­leicht ist nun end­lich der Zeit­punkt für Hong Kongs Regie­rung gekom­men, sich um ein funk­tio­nie­ren­des Abfall­sys­tem zu kümmern.

Falls Sie noch mehr über Hong Kong und sein Plas­tik­pro­blem erfah­ren möch­ten, über den Besuch von Charles Moore in HK, von den 70-jährigen Frauen, die schon mor­gens um 6 im Sand wüh­len erfah­ren möch­ten, fin­den Sie noch mehr Infor­ma­tio­nen auf Tra­ceys Blog:

http://journeytotheplasticocean.wordpress.com/

oder auf Facebook:

https://www.facebook.com/PlasticDisasterHongKong?ref=hl


3. Juli 2012

26. Juni 12: Frische Luft, Datumsgrenze und beunruhigende Beobachtungen

Die Luken sind offen, die Klei­der getrock­net, man kann im Boot­sin­nern wie­der atmen. Der High Speed Trawl ist geflickt und siebt wie­der die Ober­flä­che ab. Die Sonne scheint. Natür­lich habe ich mir einen Son­nen­brand geholt, lus­ti­ger­weise an den Knien. Es scheint, als hätte ich den gan­zen Tag Knie­so­cken getra­gen. Wei­ter­le­sen »


14. Juni 2012

Raue See

Unsere Blog­ge­rin lei­det unter rauer See — und der Natio­nal­rat ent­schei­det sich für ein Plas­tik­sack­ver­bot. Wei­ter­le­sen »


21. Mai 2012

Plastik in den Medien — Zwei Hinweise

Wir möch­ten Sie auf zwei Bei­träge zum Thema Plas­tik­ver­schmut­zung hinweisen:

Einer­seits auf den Arti­kel «Das Meer gibt zurück — Behör­den rech­nen mit gros­sem Treib­gut­auf­kom­men aus der Tsunami-Katastrophe an Ame­ri­kas West­küste» in der NZZ, ande­rer­seits auf einen 7-minütigen Bei­trag von DRS 2 «Mikro­plas­tik– unsicht­bare Gefahr für die Welt­meere».

Viel Ver­gnü­gen damit.


12. April 2012

Podcast (English 4min 04) — Interview with Marcus Eriksen of

Ich möchte Sie auf einen Pod­cast auf­merk­sam machen: Er dau­ert etwas mehr als 4 Minu­ten, ist auf eng­lisch und gibt ein Inter­view mit Dr. Mar­cus Eriksen wie­der. Sie fin­den ihn unter «Paci­fic Gyre» und fol­gen­dem Link: http://www.thankyouocean.org/news/podcasts/

Mar­cus Eriksen ist einer der Co-Gründer von 5Gyres.


30. März 2012

Harvard findet Plastikersatz

Shrilk heisst die Zukunft, wenn es nach den For­schern von Har­vard geht. Das Insti­tut für «Bio­lo­gi­cally Inspi­red Engi­nee­ring» hat ein Mate­rial her­vor­ge­bracht, das sich als äus­sert stark und bio­lo­gisch abbau­bar her­aus­ge­stellt hat. Dazu kommt, dass es sich güns­tig pro­du­zie­ren lässt. Viel­leicht der ideale Weg in eine Zukunft mit weni­ger Plastik?

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14. Februar 2012

Klarer Link zwischen BPA in Plastikflaschen und Brustkrebs — Pink Washing Vol. I

Nun rea­giert end­lich das FDA, die ame­ri­ka­ni­sche Food and Drug Admi­nis­tra­tion, und gibt zu, «gewisse Beden­ken» zu haben bezüg­lich der Aus­wir­kun­gen von Bisphenol-A (BPA) auf die Ent­wick­lung des Hirns und des Hor­mon­sys­tems bei Föten und Kin­dern. Wei­ter­le­sen »


3. Februar 2012

DOK Edis Paradies (3)

Am Don­ners­tag dem 2. Februar lief auf dem Schwei­zer Fern­seh­ka­nal SF1 ein span­nen­der DOK über ein Tauch­pa­ra­dies, das von einem Schwei­zer Aus­wan­de­rer vor eini­gen Jah­ren ent­deckt wurde. Heute steht es mehr­heit­lich unter Schutz, und das sieht man sei­nem gros­sen Arten­reich­tum an. Wei­ter­le­sen »


25. Januar 2012

Europaweites Verbot von Plastiksäcken?

Zwi­schen Mai und August des letz­ten Jah­res wur­den in Form einer Umfrage 15 000 EU-Bewohner dazu befragt, ob es ein euro­pa­wei­tes Ver­bot von Plas­tik­sä­cken geben soll. 70% der Ant­wor­ten waren posi­tiv: Ja, es brau­che ein Verbot.

In weni­gen Mona­ten wird ein Paper der EU Kom­mis­sion erwar­tet zum Thema Plas­tik­ver­schmut­zung. Die uner­war­tet hohe Unter­stüt­zung, wel­che ein Ver­bot fin­den würde, setzt diese Kom­mis­sion nun ganz beson­ders unter Druck. Die Umfrage wurde haupt­säch­lich durch die NGO «Seas at Risk» und das Euro­pean Environ­men­tal Bureau in Auf­trag gegeben.

Die Kom­mis­sion zieht ein EU-weites Ver­bot in Erwä­gung in Anbe­tracht des­sen, dass natio­nale Ver­bote wohl kaum laut EU-Recht gül­tig bzw. mit die­sem kom­pa­ti­bel wären.


29. November 2011

Flipper in der Schweiz

Nach den bei­den toten Del­fi­nen im letz­ten Del­fi­na­rium der Schweiz «Con­ny­land» wur­den immer mehr Stim­men laut, die ein natio­na­les Import– und Hal­te­ver­bot für Ceta­cea (Del­fine und Wale) for­dern. Diese For­de­rung wurde jedoch 1994 schon ein­mal ans Par­la­ment gestellt und ist dann im Stän­de­rat geschei­tert. Damals ist aus einer Initia­tive einer Schul­klasse eine Peti­tion von ASMS (Schutz der Mee­res­säu­ger) gewor­den. Sie beinhal­tete drei For­de­run­gen: Ein sofor­ti­ges Import­ver­bot für Ceta­cea, die Schlies­sung der Del­fi­na­rien in der Schweiz und – wenn mög­lich – eine Aus­wil­de­rung der gefan­gen gehal­te­nen Del­fine. Wei­ter­le­sen »