Archiv für Juli 2012


20. Juli 2012

Ankunft und Heimreise

Nach­dem wir tage­lang und kon­stant fron­ta­len Gegen­wind direkt von Maui her hat­ten, beschlos­sen wir,  nach Hono­lulu zu segeln. Auf Grund des Gegen­win­des und der gros­sen Gegen­strö­mung muss­ten wir einen Kurs von 180° fah­ren. Der Kurs nach Maui wäre zu die­sem Zeit­punkt etwa 110° gewesen.

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17. Juli 2012

4. Juli. Vielversprechende Aussichten

150 Mei­len in den letz­ten 24 Stun­den. Wir kom­men unse­rer Ankunft immer näher. Heute mor­gen sah ich ein Flug­zeug über uns, die weis­sen Linien ent­spra­chen exakt unse­rem Kurs. Das Flug­zeug muss Oahu etwa eine halbe Stunde vor­her ver­las­sen haben. Wei­ter­le­sen »


16. Juli 2012

3. Juli. Caesiummessungen. Und: Boopy vermisst.

Unsere  Blog­ge­rin ist in der Zwi­schen­zeit auf Hawai ange­kom­men — und schickt nun die letz­ten Blog­ein­träge nach. Heute und in den fol­gen­den Tagen krie­gen Sie hier also eine Art «Nachlese».

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5. Juli 2012

2. Juli 12. Träume vom Festland

Waren Sie schon ein­mal im Aero­bic? Oder haben zuge­schaut? Dann ken­nen Sie bestimmt den typi­schen Gesichts­aus­druck von „das macht rie­sig Spass und ist gar nicht anstren­gend“ eines jeden Aero­bi­cleh­rers. Die typi­schen Worte zum Gesichts­au­druck sind nor­ma­ler­weise „und Bei ufe! Ja, genau! Höch! Und na vier, na drü, na zwäi, und NAMAL! Na vier,…“

Genau wie in einer sol­chen Stunde habe ich mich die letz­ten Tage gefühlt. Ich müde und abge­kämpft in der hin­ters­ten Reihe, um mich herum der Rest der Crew – alles Aero­bi­cleh­rer. Jeden Tag denkt man „noch vier“ und kaum hat man run­ter­ge­zählt, merkt man, dass wir immer noch weit von Maui ent­fernt sind.

Wir haben noch immer fron­ta­len Gegen­wind, was das Vor­wärts­kom­men sehr erschwert. Unser momen­ta­ner Tages­durch­schnitt liegt bei etwa 130 Mei­len, das ist sehr wenig. Wir wün­schen uns 180–200. Aber schluss­end­lich ist die ganze Crew froh, wenn wir ein­fach bald ein­mal ankom­men. Es haben sich nun auch die letz­ten Aero­bi­cleh­rer als Sport­muf­fel ent­puppt, so haben wir wenigs­tens wie­der etwas mehr Team­geist:  „Let’s get to Maui!“

Lind­sey Hos­haw, Free­lance Jour­na­lis­tin und Bewoh­ne­rin des Bunks unter mir, hat mir heute sogar erzählt, sie hätte geträumt, wir kämen gar nie an. Sie ist für die New York Times unter­wegs. Ihre Fotos sind aus­ser­dem momen­tan im Museum für Gestal­tung in Zürich zu sehen.

Den High Speed Trawl haben wir nicht mehr im Was­ser. Alles, was uns ver­lang­samt, ver­su­chen wir zu ver­mei­den. Die Fischer­rute ist das ein­zige, was noch im Was­ser ist. Ges­tern Abend durf­ten wir die zweite Por­tion des zwei­ten Fischs genies­sen. Es gibt wahr­schein­lich nie bes­sere Abend­es­sen auf die­sem Boot als nach einem erfolg­rei­chen Fangtag.

Apro­pos Essen und Träume: Ich habe noch immer diese sehr leb­haf­ten Träume, in denen ich alles essen kann, was auch immer ich möchte. Wir dür­fen nicht ver­ges­sen, uns geht es immer noch sehr gut: Wir haben genug zu trin­ken und genug zu essen, um noch ein paar Tage zu über­le­ben. Es ist ein­fach vor allem psy­chisch sehr schwie­rig, wenn man ein so unge­dul­di­ger Mensch ist wie ich. Auf Land werde ich einige Dinge – nicht nur das Essen – wie­der viel mehr zu schät­zen wissen.

Zum Bei­spiel ent­spann­tes Duschen mit Süss­was­ser. Oder einen Toi­let­ten­gang ohne anschlies­sen­des Pum­pen. Oder auch ein­fach nur
eine Tasse irgendwo hin­stel­len zu kön­nen, ohne sie fest­hal­ten zu müs­sen, damit sie nicht gleich irgendwo hin fliegt.

Wenn Sie also heute auf die Toi­lette gehen kön­nen, ohne zu pum­pen, wenn Sie duschen gehen kön­nen, ohne dass Sie sich nach­her vor Erschöp­fung gleich hin­le­gen müs­sen, wenn Sie den Kühl­schrank öff­nen kön­nen und genau das her­aus neh­men kön­nen, auf was Sie Lust haben – freuen Sie sich!

Ich freue mich sogar auf die Toi­lette im Flug­zeug, die hat näm­lich einen Knopf zum Spülen.


4. Juli 2012

27. Juni 12: Glück

Heute mor­gen stand ich schon kurz nach Son­nen­auf­gang am Steuer der Sea Dra­gon. Der Him­mel und das Was­ser waren getränkt im gol­de­nen Licht der Mor­gen­sonne. Aus­ser Cap­tain Rod­rigo und mei­nem Watch­team waren alle noch am Schla­fen. Es war wun­der­bar ruhig auf Deck, als ich von links ein Plät­schern und Sprit­zen hörte. Wei­ter­le­sen »


3. Juli 2012

26. Juni 12: Frische Luft, Datumsgrenze und beunruhigende Beobachtungen

Die Luken sind offen, die Klei­der getrock­net, man kann im Boot­sin­nern wie­der atmen. Der High Speed Trawl ist geflickt und siebt wie­der die Ober­flä­che ab. Die Sonne scheint. Natür­lich habe ich mir einen Son­nen­brand geholt, lus­ti­ger­weise an den Knien. Es scheint, als hätte ich den gan­zen Tag Knie­so­cken getra­gen. Wei­ter­le­sen »


2. Juli 2012

25. Juni 12: Übelkeit und ein defektes Schleppnetz

Übel­keit. Sie lässt einen nie rich­tig los. Gerade, als ich dachte, mir ginge es end­lich rich­tig gut, war’s schon wie­der vor­bei. Doch die­ses Mal ist es nicht die See­krank­heit, die mich quält.

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2. Juli 2012

Internetverbindungen zur See

Einige haben sich viel­leicht gefragt, wes­halb unsere Blog­ge­rin sich nicht mehr mel­det. Grund war ein Unter­bruch der Inter­net­ver­bin­dung. Die Blog­posts wer­den jeweils vom Schiff per Mail an mich ver­sandt, ich schalte sie dann hoch. Das ist nur mög­lich, wenn eine Ver­bin­dung ein­ge­rich­tet ist. In den letz­ten Tagen hat anschei­nend der Ver­sand einer zu gros­sen Datei dazu geführt, dass die Pre­paid Minu­ten auf­ge­braucht waren. Die Linie wird von allen Expe­di­ti­ons­teil­neh­mern benutzt.

Nun ist das Mal­heur beho­ben. Laura Iten hat sich wie­der aus dem Pazi­fik gemel­det. Wir prä­sen­tie­ren Ihnen in den kom­men­den Tagen also eine Nach­lese der ver­gan­ge­nen Expe­di­ti­ons­tage. Eigent­lich pas­send, denn die Sea Dra­gon hat die Datums­grenze pas­siert und den­sel­ben Kalen­der­tag zwei Mal erlebt.

Die Blogs wer­den jeweils um 11 Uhr aufgeschaltet.