Fakten zu Bisphenol A
Bisphanol A (BPA) ist in verschiedenen Produkten vorhanden. Was ist BPA, die Chemikalie deren Gefährlichkeit so stark umstritten ist eigentlich genau und in welchen Produkten wird der Stoff verwendet? Diesen Fragen gehen wir im folgenden Post nach.
Der hormonell wirksame Stoff BPA ist in vielen Alltagsprodukten, die aus stabilen Kunststoffen (so genannte Polykarbonate) bestehen, vorhanden. Dies sind z.B. CDs, DVDs, Kassenzettel, Plastikschüsseln, technische Geräte und Haushaltsgegenstände. Auch Mobiltelefone, Motoradhelme, Medizinische Geräte, Flaschen und Behälter für Lebensmittel und Getränke (wie z.B Babyflaschen) bestehen aus Polykarbonaten.
Die zweite Verwendungsart von BPA sind Expozidharze. Diese sind flüssig und reagieren unter Zugabe von Härtern zu harten, unlöslichen und chemikalienbeständigen Kunststoffen. Sie werden für Oberflächenbeschichtungen, darunter auch für die Innenbeschichtug von Metallverpackungen (z.B. Getränke– und Konservendosen) genutzt.
Bedenklich ist, dass BPA, das in den Produkten chemisch fest gebunden ist unter bestimmten Umständen (zum Beispiel durch heisses Wasser, Erhitzen oder Waschmittelreste) wieder freigesetzt werden kann. Die Produkte aus diesen Materialien können ausserdem noch freie BPA Reste enthalten (BPA das chemisch nicht umgewandelt wurde).
BPA wird auch als Additiv (Zusatzstoff) zur Beschichtung von Thermopapier, beim Herstellen und Verarbeiten von PVC (Polyvinchlorid)-Kunststoffen und in Bremsflüssigkeiten verwendet. Bei dieser Verwendung ist BPA chemisch nicht gebunden, das heisst der Stoff wird leicht freigesetzt. BPA ist aber in diesen Produkten im Vergleich zu Polykarbonate oder Expozidharze in geringen Mengen vorhanden.
Umwelt– und Verbraucherschutzverbände haben BPA in Alluminiumflaschen, Getränkedosen (Bierdosen) mit Kunststoffinnenbeschichtung, Schwimmhilfen, Gartenschläuchen oder Nagellacken nachgewiesen.
Der/die KonsumentIN kommt dementsprechend täglich mit der Chemikalie in Kontakt. Wie BPA auf den Menschen wirkt und ob wir den Kontakt mit BPA vermeiden können, wird in einem späteren Post nachgegangen.
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